1/2 Visualisierung Innenraum
2/2 Zeichnung Innenraum
1/5 Erdgeschoss
2/5 Empore
3/5 Längsschnitt
4/5 Querschnitt
5/5 Eingangsfassade
1/3
2/3
3/3
Art/Leistungen:
Wettbewerb, Entwurf
Fertigstellung:
2026
Auszeichnungen:
Team:
Beschreibung:
Eingang
Unter den Eingangsbogen wird ein gläserner Körper eingefügt, der Abstand zu den klassizistischen Gliederungselementen des des Portals hält. Die strukturierte, transluzente Verglasung in der filigranen Stahlkonstruktion lässt das Leben der Friedenskirche schemenhaft nach außen scheinen, so dass man schon von der Venloer Straße aus eine einladende Geste wahrnimmt.
Ankommen
Durch die neue, vorgezogene Lage des Windfangs, kann die Gittertür vor dem Eingang entfallen. Im Innenbereich gewinnt man Raum zum Ankommen, wo auch die Türen zu den Nebenräumen (Zwei WCs, Treppe, Keller) abgehen.
Kirchraum
Der im Bestand recht gedrungen wirkende Kirchraum wird durch die Veränderung der Empore in seinen Proportionen korrigiert. Durch die Kürzung der Empore auf das ursprüngliche Maß im Bereich des ersten Stützenpaares, wird der Raum in seiner vollen Höhe früher erfahrbar. Die seitliche Erweiterung der Empore lässt den Raum schlanker wirken und korrigiert das aktuell unglückliche Verhältnis von Apsis zu Süd-Ost-Wand. Die frei bespielbare Fläche im EG wird durch diese Maßnahmen, in Kombination mit der zurückgenommenen Altarinsel, dennoch größer als bisher.
Empore
Auf der Empore entsteht eine lange „erste Reihe“ von Plätzen, die bei verschiedenen Veranstaltungen zusätzliche Besucher ermöglicht. Die integrierte Treppe macht eine zeitgemäße Erschließung möglich, die für jeden Besucher leicht erkennbar ist. Die östliche der zwei vorhandenen Treppen dient als zusätzlicher Rettungsweg.
Flexibilität
Unter den neuen, seitlichen Emporen befindet sich ausreichend Raum für die gewünschte Flexibilität. Alle Stühle, Tische, Prinzipalstücke und Instrumente können hier untergebracht werden, wenn sie im Kirchraum nicht gewünscht sind. Der Zugang erfolgt durch Herausziehen der rollbaren Bänke in den Nischen.
Bar + Lounge
Im Feld unter der historischen Empore liegt die Teeküche mit herausziehbarem Bartresen. Gegenüber bleibt Raum für den Kinder- und Loungebereich, je nach aktueller Nutzung.
Altar + Bühne
Nach dem Rückbau der Altarinsel wird diese Ebene im Bereich der Apsis mit einer nach vorne ausziehbaren Bühne wieder hergestellt. Diese kann sowohl liturgisch als auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Durch die Reduzierung auf die Tiefe der Apsis, wird der frei bespielbare Raum der Kirche optimiert, die Basen der Pilaster in der Apsis enden jedoch weiterhin auf der ‚richtigen‘ Ebene.
Licht
Das Lichtkonzept hat drei wesentliche Elemente. Eine dimmbare Grundbeleuchtung im Bereich oberhalb der Empore. Die schlichten gläsernen Leuchtenkörper werden hier in unterschiedlichen Ebenen von der Decke abgependelt und machen so das Raumvolumen erfahrbar. Die Nischen unter den neuen Emporen werden durch versteckt integrierte LED-Bänder in warmes, dimmbares Licht getaucht. Unterhalb der Emporenbrüstung und im Bereich des ersten Kehlbalkens der Holzdecke, werden Strahler integriert, um Altar und Bühne gezielt hervorheben zu können. Lichtintensität und Lichtfarbe sind frei einstellbar.
Farbe
Die Fassung der Wände könnte in einem stark entsättigten und aufgehellten Oxidrot der Kapitelle in der Apsis erfolgen, um den aktuell sehr kühl wirkenden Raum im Sinne einer homogeneren Gesamtwirkung zu verbinden. Die hölzernen Emporen setzen sich von durch ihre Holzsichtigkeit von der grauen Bestandsempore ab und stärken die warme und bergende Atmosphäre. Die Sitznischen vor den Lagerschränken sind mit blaugrünem Akustikfilz ausgekleidet, dessen Farbe den dominierenden Ton aus dem Apsismosaik aufnimmt.
Klang
Durch die neuen Seitenemporen werden dem Kirchenraum sowohl schallstreuende (Diffusoren), als auch schalldämpfende (Absorber) Flächen hinzugefügt. Der Nachhall lässt sich dadurch ideal auf die Hauptbedarfe Sprachverständlichkeit und musikalischer Raumklang einstellen.
Kosten
Durch die Wahl der Materialität können die Kosten für die neuen Emporen (z.B. Holzart oder Holzwerkstoffe) und den Eingang flexibel gestaltet werden.